Beispiele für Schülerarbeiten

Arbeiten aus dem E-Kurs Jahrgang 8 - 2012-2013

 

Lyrik  - Stadtgedichte

 

Dubai
 
Dort bist du nie alleine.
Unfassbar schön.
Beißende Hitze. 
Abends lebt die Stadt.
Im Herbst kommen die Touristen.
 
Dunja El-Zaim  8.5
 

 
 
Münster

Menschen eihlen,
Unter Bäumen Ruhe suchen,
Eisdielen öffnen,
Niemand will weg,
Sonnenschein nur ab und zu,
Tolle Läden,
Einladener Markt auf dem Domplatz,
Reichlich Radler.


Alina Scheck, 8.1
 

 
 
MÜNSTER
 

Morgens viel los

Überall Leute 

Nirgends ruhig

Sonnige Plätzchen überall

Toll sind die vielen Bäume

Es wird Abend,

Ruhig in den Straßen.

 

Sara Ring


 

Enschede    Niklas Bilk
 
Eine ganze Reihe von Einkaufscentern
Niemand allein
Sieht man den Marktplatz, will man nie weg
Calvan Klein, ein toller Laden
Heutzutage  sehr bekannt
Eigentlich will man dort bleiben
Doch es gibt ein Ende
Enschede - ich will kein Ende.
 

Besuch vom Lande             von Erich Kästner

Eine Analyse von Alina Scheck

 
In dem Gedicht „Besuch vom Lande“ beschreibt Erich Kästner, wie sich Menschen, die vom Land kommen, in einer Großstadt wie Berlin fühlen.
Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils fünf Versen, wobei sich der erste, dritte und vierte sowie der zweite und fünfte Vers reimen.
Der Autor beschreibt Berlin am Beispiel des Potsdamer Platzes als laut, zu hell und zu groß. Er geht so weit, dass Berlin unter dem Lärm leidet (Vers 11: „Es klingt, als ob die Großstadt stöhnt.“) In der vierten Strophe sagt Erich Kästner, dass die Besucher vom Land Angst haben (Vers 16), alles verkehrt machen (Vers 17), dumm sind (Vers 18) und so lange herumstehen, „bis man sie überfährt“ (Vers 19 und 20).
Als sprachliche Besonderheiten verwendet der Autor in der ersten Strophe wörtliche Rede (Vers 4). Es werden Anaphern benutzt (Verse 6,7, 8, 13, 18 und19). Kästner verwendet Personifikation, wenn er Autos schreien (Vers 8), die Großstadt stöhnen (Vers 11) und Berlin wild werden lässt (Vers 15). Es ist immer wieder das Gleiche: Die Großstadt ist nicht nur laut und hell, sondern unangenehm für die Besucher, fast nicht zu ertragen.
Der Autor nutzt eine besondere Form des Kreuzreimes, wie bereits beschrieben. Er benutzt in Vers 12 das heute eher ungebräuchliche Wort „schilt“. Er bringt damit zum Ausdruck, dass man die Großstadt Berlin sozusagen ausschimpfen müsste, weil sie für die Menschen vom Land zum Leben nicht geeignet ist.
In den ersten drei Strophen kritisiert Kästner die Großstadt und sagt, dass die Menschen vom Land am liebsten zu Hause sein würden (Vers 9). In der letzten Strophe spricht er den Menschen vom Land selber die Fähigkeit ab, in der Großstadt zu Recht zu kommen. Sie werden – im übertragenen Sinne – „überfahren“.
Aus meiner Sicht ist das - auf heute übertragen - völlig übertrieben. Heute hat jeder die Möglichkeit, sich vorher über die Orte, über die Städte zu informieren (Bücher, Fernsehen, Internet) und sich dann auch in einer großen Stadt wie Berlin zurechtzufinden.
Das Gedicht passt möglicherweise in die 1930er Jahre. Heute passt es nicht mehr.
 

Besuch von Lande  eine Analyse von Niklas Bilk
 
Im Gedicht "Besuch vom Lande" von Erich Kästner geht es um Touristen vom Lande und wie sie die Großstadt Berlin empfinden.
Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit je 5 Versen. Das Reimschema ist in jeder der vier Strophen gleich, das Reimschema ist der Kreuzreim mit einem hinzugefügten Vers  in jeder Strophe, welcher sich auf den ersten und den dritten Vers reimt. Das Gedicht ist im Metrum Jambus geschrieben.
In der ersten Strophe geht es um Touristen, welche vom Land kommen und am Potsdamer Platz stehen. Die Touristen erleben Berlin in der Nacht und finden es zu laut.
Die zweite Strophe handelt von der Lautstärke  der Bahnen und der Autos. Die Touristen sind außerdem sehr überfordert mit der Größe der Stadt.
In der dritten Strophe wird zudem erzählt, dass die Touristen Berlin zu wild finden und sie dies nicht vom Lande gewöhnt sind.
In der letzten Strophe geht es um die Verstörtheit der Touristen, da sie auf dem Potsdamer Platz stehen und nichts machen, bis man sie ,, überfährt ``.
In dem Gedicht geht es einige sprachliche Besonderheiten. Es gibt zum Beispiel viele Personifikationen wie zum Beispiel in Vers 8 „Die Autos schreien“, was zum Ausdruck bringt, dass die Autos laut und nervig sind. Außerdem gibt es im Gedicht viele Anaphern, wie zum Beispiel in Vers 6 und 7. Beide Sätze fangen mit „Sie“ an. Desweiteren gibt es einen Euphemismus in Vers 4. Das Wort Fräulein beschönigt das Wort Prostituierte. In Vers 8 findet man einen Parallelismus  („Die Bahnen rasseln. Die Autos schreien“). Zum Schluss benutzt Kästner einen Vergleich in Vers 11 („Es klingt , als ob die Großstadt stöhnt.“).
Mit diesem Gedicht will der Dichter sagen, dass Berlin sehr groß und laut sowie wild ist. Es wird außerdem ausgedrückt, dass Landleute dies alles  gar nicht kennen und dadurch überwältigt und überfordert sind.
In der heutigen Zeit kann man die Aussage nicht nachvollziehen, aber früher war der Besuch einer so großen Stadt für Leute vom Land sicher verstörend. Meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen Land und Stadt nicht mehr so groß, denn alle Landleute leben in der Nähe einer großen Stadt, wie wir in der Nähe von Münster wohnen.